Baustellenfotos per WhatsApp – und trotzdem strukturiert im Projekt
14.09.2026
PDF ist nach wie vor das zentrale Austauschformat zwischen Planung und Bauausführung. Ausführungs-, Leitungs- oder Detailpläne werden als PDF übergeben – und für die Baustelle häufig noch immer ausgedruckt.
Das bringt bekannte Probleme mit sich: Große Papierpläne sind unhandlich und witterungsanfällig. Bei Planänderungen müssen neue Versionen verteilt und alte wieder eingesammelt werden. Bleibt ein veralteter Plan im Baucontainer oder Fahrzeug liegen, besteht das Risiko, dass nach dem falschen Planstand gearbeitet wird.
Digital ist das einfacher: Der richtige Plan ist jederzeit am Smartphone oder Tablet verfügbar. Doch nur ein PDF am Bildschirm zu öffnen, löst noch nicht alles. Die entscheidende Frage bleibt: Wo stehe ich eigentlich im Plan?
Genau hier kommt die Georeferenzierung ins Spiel.
Aus dem PDF wird eine digitale Baustellenkarte
Mit SitePlan lassen sich gewöhnliche PDF-Pläne ganz einfach selbst georeferenzieren. Dafür werden lediglich zwei bekannte Referenzpunkte im PDF ausgewählt und ihnen die entsprechenden Koordinaten zugewiesen. SitePlan richtet den Plan anschließend automatisch räumlich aus.
Damit wird die eigene GPS-Position direkt im Plan sichtbar. Bewegt man sich über die Baustelle, bewegt sich die Position im Plan mit.
Statt mühsam nach Bezugspunkten zu suchen, sieht man unmittelbar: Hier stehe ich – und das ist an dieser Stelle geplant.
Fotos direkt auf dem Plan dokumentieren
Der georeferenzierte PDF-Plan wird gleichzeitig zur Grundlage für die Fotodokumentation.
Baustellenfotos werden anhand ihrer GPS-Position direkt auf dem Plan verortet. Leitungen vor dem Verfüllen, Schächte, Einbauten oder der Baufortschritt sind damit nicht nur fotografiert, sondern auch räumlich zugeordnet.
Die Fotos werden automatisch synchronisiert und stehen dadurch auch im Büro in der Web-App zur Verfügung.
Pläne überlagern und Zusammenhänge erkennen
Auch im Büro bietet die Georeferenzierung Vorteile. In der SitePlan Web-App können PDF-Pläne mit der integrierten Satellitenkarte überlagert werden.
Ebenso lassen sich mehrere georeferenzierte PDF-Pläne übereinander darstellen – beispielsweise Bestands-, Leitungs- und Ausführungspläne.
So werden räumliche Zusammenhänge schneller verständlich, unterschiedliche Planungen können miteinander verglichen und mögliche Kollisionen leichter erkannt werden.
Mit GNSS wird aus Planlesen Abstecken
Noch einen Schritt weiter geht es in Kombination mit einer GNSS-Antenne. Sie bringt eine Genauigkeit von bis zu 1 cm auf das Smartphone.
Damit kann der PDF-Plan nicht nur zur Orientierung und Fotodokumentation genutzt werden, sondern auch für einfache Absteck- und Lokalisierungsarbeiten.
Ein geplanter Schacht, eine Leitung oder ein anderer Punkt im PDF-Plan kann ausgewählt und vor Ort präzise lokalisiert werden.
Ein PDF – deutlich mehr Möglichkeiten
Das PDF muss also gar nicht durch ein komplexeres Planformat ersetzt werden. SitePlan macht aus dem ohnehin vorhandenen PDF deutlich mehr.
Der richtige Plan ist jederzeit verfügbar und wird durch die Georeferenzierung zur digitalen Baustellenkarte – für GPS-basiertes Planlesen, georeferenzierte Fotodokumentation, Planüberlagerungen und mit GNSS sogar für einfache Absteckarbeiten.
Der PDF-Plan bleibt. Aber er weiß plötzlich, wo Sie stehen.
